HUTH ab,

vor dem ideenreichen Team der Fa.HUTHevents und den fleißigen Helfern aus Reihen des VfV Spandau. Sie schafften die besten Voraussetzungen, um diesem Spiel zweier Spitzenmannschaften der Liga einen stimmungsvollen Rahmen zu verschaffen. Tatsächlich waren die Licht- und Soundeffekte einmal mehr beeindruckend an diesem Eventspieltag in der Spandauer Halle.

Mit dieser Vorgabe konnten die Akteure dann allerdings nicht ganz mithalten und auch auf die tatsächlich zahlreichen erschienenen Fans wollte der Stimmungsfunke nicht wirklich überspringen. Beide Trainer-Teams plagten schon im Vorfeld des Spiels Probleme; konnten sie doch nicht auf ihre Bestbesetzungen zurückgreifen. Die Gäste mussten auf 4 Stammspielerinnen verzichten, wobei der Ausfall von Nicole Rothfuß sicher am schmerzlichsten war. Aber auch Coach Wiesner musste nicht nur auf seine Co-Trainerin, die guten Seele der Mannschaft, verzichten, sondern auch gleich auf seine komplette Besetzung im linken Rückraum. Zudem schlugen sich noch etliche seiner Spielerinnen mit den Auswirkungen lästiger Erkältungserscheinungen herum.

Dennoch wollten beide Teams keine Entschuldigungen gelten lassen und starteten hochmotiviert ins Spiel. Besonders für die Gäste ging es ja um viel, denn nur mit einem Sieg konnte der Anschluss an den Spitzenreiter von Pfeffersport gehalten werden. Mit einer starken Abwehrleistung sollte der Gegner aus dem Konzept gebracht werden. Das war wohl die Devise beider Mannschaften und gelang diesen auch ausgezeichnet. Im Angriffsspiel taten sich beide Mannschaften sehr schwer, weil die Abwehrreihen aufmerksam arbeiteten und gute Torhüter hinter sich wussten. So entwickelte sich dann auch ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft wirklich Vorteile erspielen konnte (3:3; 8:14‘). Ein kleiner Zwischenspurt der Gastgeberinnen führte zu einem 3-Tore-Vorsprung (6:3; 13:25‘), der im Wesentlichen gehalten werden konnte. Ein größerer Vorsprung gelang den Wiesner-Damen allerdings nicht, denn sie hatten immer genug damit zu tun diesen Abstand konstant zu halten. Tina Funk erhöhte nach 27:56 Minuten auf 10:7 für Spandau, aber die Hoffnung mit einer guten Führung in die Pause gehen zu können, sollte noch platzen. Unnötige Ballverluste gaben den Gästen die Chance zu verkürzen, was diese auch taten (10:9; 29:35‘). Spandaus Coach legte die Grüne Karte, denn er wollte noch unbedingt einen Treffer vor der Halbzeit erzielen. Diesen sollten seine Damen im 7:6 Überzahlspiel erzwingen. Theorie und Praxis schlugen dann aber nicht in die gleiche Richtung ein. Der Ball wurde vertändelt und die Delfine aus Rostock versuchten das verlassene Spandauer Tor zu treffen. Der Ball verfehlte zwar das Tor, der Wurf aber nicht seine Wirkung. Die Schiedsrichter wollten eine Behinderung des Wurfes wahrgenommen haben und entschieden auf 2 Minuten Zeitstrafe für Sarah Herz und 7m gegen Spandau. Dazu meldete sich das Kampfgericht und monierte einen Wechselfehler von Torhüterin Marie Knauer, also weitere 2 Minuten Zeitstrafe. Antonia Fränk ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und netzte sicher zum 10:10 vom Punkt ein.

So starteten die Gäste den 2. Durchgang nicht nur mit dem Anwurf, sondern auch in doppelter Überzahl. Nutzen konnten sie diesen Vorteil allerdings nicht. Spandau kämpfte ordentlich in der Defensive und eroberte den Ball. Die Gäste handelten sich ihrerseits eine Zeitstrafe ein und mussten das 11:10 durch Jana Zindler hinnehmen. Das Spiel war weiterhin nicht hochklassig aber spannend. Die Gäste glichen aus und weil die Gastgeberinnen in kurzer Folge 2 Strafwürfe nicht verwerten konnten, eroberten sie sich sogar die Führung. Es ging nun im Gleichschritt hin und her. Dem Spandauer Ausgleich folgte der Rostocker Führungstreffer (14:14; 43:35‘). Die Gäste scheiterten dann vermehrt mit guten Chancen an der stark auftrumpften Isabel Hoffmann im Spandauer Kasten. Deren Vorderleute nahmen diese Vorlage an und konnten erstmals wieder einen 2-Tore-Vorsprung erzielen (16:14; 45:41‘). Diese Führung konnte gehalten werden und als auch die Gäste vom Punkt ohne Erfolg blieben, erhöhte Tina Funk auf 18:15 (48:50‘). Die Gäste mühten sich um Anschluss, aber der Rückstand blieb bestehen (22:19; 55:11‘). Die famose Isi Hoffmann konnte dann 2 sogenannte 100%ige Chancen der Gäste vereiteln und feuerte somit einen Schlussspurt der Gastgeberinnen an. Mit 4 Treffern in Folge beendeten sie die Hoffnung auf 2 Punkte ihrer Gäste. Der letzte Gegentreffer durch Frances Marie Krüger 7 Sekunden vor dem Abpfiff zum 26:20 tat dann auch nicht mehr weh.

Der Spandauer Sieg war sicher nicht unverdient, allerdings spiegelt das letztendlich deutliche Ergebnis den lange knappen Spielverlauf nicht wirklich wider. Auch wenn es nicht die große erhoffte Handballkunst zu sehen gab, waren die Wiesner Damen glücklich gegen eine der Ligaspitzenmannschaften die Punkte gewonnen zu haben. Eine starke Abwehrleistung mit einer überragenden Isi Hoffmann im Tor, sowie eine gut aufgelegte Tanja Manderscheid reichten diesmal zum Erfolg gegen einen angeschlagenen Gegner. Dennoch sollten die Wiesner Damen aus diesem Spiel wieder etwas Selbstvertrauen getankt haben, denn dieses wird wohl benötigt, wenn man am nächsten Wochenende bei der jungen, ehrgeizigen und sehr heimstarken Mannschaft von Fortuna Neubrandenburg erfolgreich bestehen will.

Nochmals ein ganz großer Dank an die Fa. HUTHevents, die einmal mehr bewiesen hat, dass sie ein grandioses Spektakel mit immer neuen Ideen in der Grün-Weißen-Von-Außen-Gelben-Halle veranstalten kann. Auch wenn die 1. Männer im Anschluss nach großem Kampf gegen den LHC aus Cottbus knapp das Nachsehen hatten, war es wieder eine tolle Veranstaltung und wir freuen uns schon auf den nächsten Eventspieltag mit HUTH.

 

Für Spandau waren dabei:

Isabel Hofmann, Marie Knauer im Tor; Lisa Schulte (1), Frauke Dingler (2), Jana Zindler (4), Tina Funk (4), Tanja Manderscheid (5), Johanna Tuitjer, Fiona Junge, Ulrike Kuhlmey (6/2), Sarah Herz (3), Dana Baerns, Lisa Hänicke (1).